Unser Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung

Eine große Menge an Lebensmitteln landet leider im Abfall anstatt auf dem Teller. Als einer der größten Lebensmitteleinzelhändler wollen wir dazu beitragen, Verluste von Lebensmitteln in der Lieferkette möglichst gering zu halten. 2016 haben wir uns daher dazu entschieden, uns an dem europäischen „REFRESH“-Projekt zu beteiligen. Als Mitglied haben wir uns dazu verpflichtet, unterschiedliche Maßnahmen zu entwickeln, die dazu dienen, Lebensmittelverluste und -abfälle zu verringern. Ziel der Initiative ist die Umsetzung des Sustainable Development Goals 12.3, nach welchem bis 2030 die weltweite Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert werden soll.

Genaue Planung und Organisation des Warenbestands

In unseren Filialen achten wir ganz bewusst darauf, Lebensmittelverluste so weit wie möglich zu reduzieren. Das gelingt uns durch eine genaue Planung und durch tägliche, von den Abverkäufen abhängige Bestellungen. So können wir vor allem bei frischen Produkten zu hohe Warenmengen vermeiden, die am Ende des Tages in unseren Filialen übrig bleiben.

Verluste vermeiden durch Preisreduktion

Als eine weitere Maßnahme zur Reduktion von Lebensmittelverlusten bieten wir in diversen Warengruppen Produkte, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums bzw. der Verzehrfähigkeit  stehen, zu einem günstigeren Preis an. Auch bei unseren Obst- und Gemüseartikeln reduzieren wir die Preise, wenn ein bevorstehender Verderb der Waren  zu erwarten ist und Produkte am Folgetag nicht mehr unserem Frischeanspruch gerecht werden würden. Weiterhin werden saisonale Lebensmittel wie Oster- und Weihnachtsartikel je nach Saisonverlauf preisreduziert angeboten.

Spenden an karitative Einrichtungen

Lebensmittel, die dann noch übrig bleiben und ohne Einschränkungen zum Verzehr geeignet sind, spenden wir an wohltätige Organisationen wie die örtlichen Tafeln. Nicht mehr zum Verzehr geeignete Waren können wir als Futtermittel an Landwirte weitergeben – so landet bei uns durch Reduzierungen und Spenden so wenig wie möglich in der Verwertung.

Bewussten Umgang mit Lebensmitteln fördern

Ein großer Anteil der Lebensmittelverluste in der Lieferkette entsteht in den Verbraucherhaushalten. Daher weisen wir auch unsere Kunden auf das Thema Lebensmittelverschwendung hin und helfen ihnen mit unterschiedlichen Maßnahmen dabei, bewusster  mit  Lebensmitteln umzugehen um möglichst wenig  entsorgen zu müssen: Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf unseren Produkten zeigt deutlich, wie lange ein Artikel mindestens haltbar ist. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen Stichtag zum Wegwerfen – der Artikel kann auch darüber hinaus verzehrt werden, solange es keine Hinweise auf einen Verderb gibt.

Anders dagegen hält es sich mit dem Verbrauchsdatum, das für leicht verderbliche Waren wie Frischfleisch verwendet wird. Es kennzeichnet, bis wann ein Produkt ohne Gesundheitsgefahr verzehrt werden kann.  Seit 2016 führen wir loses Obst und Gemüse in unseren Filialen. Mit diesem Angebot möchten wir Kunden die Möglichkeit geben, entsprechend ihrem persönlichen Bedarf Obst und Gemüse einkaufen zu können.

Verkauf von Produkten mit Schönheitsfehlern

Viele Lebensmittel gelangen aufgrund optischer Makel nicht in die Regale der Supermärkte und werden aussortiert. Um auf diese Form der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen, bieten wir in unseren Filialen Möhren und Äpfel der Klasse II an. Die „Krummen Dinger“, wie sie bei ALDI SÜD gekennzeichnet werden, können Schönheitsfehler aufweisen. In puncto Geschmack stehen sie ihren makellosen Artgenossen aber in nichts nach. Bio-Karotten werden seit August 2017, Äpfel ab Ende September 2017 bei uns erhältlich sein.