Verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt sowie die Berücksichtigung von sozialen Standards bei der Rohstofferzeugung ist Bestandteil unserer Unternehmensgrundsätze – ein Ziel, das wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten verfolgen. Unser gemeinsames Vorhaben: Mensch und Natur gleichermaßen schonen.

Unsere Rohstoffe

Für relevante Produktgruppen und Rohstoffe haben wir verbindliche Anforderungen für unsere Eigenmarkenartikel festgelegt, an die sich Einkäufer und Lieferanten halten müssen. Bei der Umsetzung arbeiten wir eng und kontinuierlich mit unseren Lieferanten zusammen und entwickeln unsere Standards gemeinsam stetig weiter. Aber auch mit externen Standardgebern, Initiativen und Nichtregierungsorganisationen sind wir im Austausch.
Darüber hinaus setzen wir uns mit weltweiten Projekten gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit entlang der Lieferketten ein – für faire Lebensbedingungen, einen nachhaltigen Anbau und den Schutz der Umwelt.


Bananen

Jedes Jahr werden mehr als zehn Milliarden Bananen weltweit verspeist. Die Banane zählt zu den wichtigsten Lebensmitteln und liefert wertvolle Kohlenhydrate und Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Zu den größten Exporteuren der gelben Früchte zählen die lateinamerikanischen Länder Ecuador, Panama und Kolumbien.

Um unseren sozialen und ökologischen Anforderungen gerecht zu werden, setzen wir auf zertifizierte Bananen, zum Beispiel mit dem „Fairtrade“-Siegel. Den „Fairtrade“-Bauern wird ein Mindestpreis garantiert, um ihre Produktionskosten zu decken. Außerdem tragen alle „Fairtrade“-Bananen aus unserem Sortiment zusätzlich das „EU-Bio“-Siegel. Dies steht für hohe Umweltstandards und gewährleistet den Schutz und den Erhalt der Artenvielfalt. Bis Ende 2016 wird darüber hinaus die konventionelle Banane die Vorgaben der Rainforest Alliance erfüllen, sodass wir ab diesem Zeitpunkt ausschließlich zertifizierte Bananen handeln.

 

 


Baumwolle

Baumwolle ist eine der meistverwendeten Naturfasern in der Textilindustrie. Auf der ganzen Welt sind etwa 100 Millionen Haushalte in 70 verschiedenen Ländern an der Produktion von Baumwolle beteiligt. In vielen Teilen der Welt ist Baumwolle eine wichtige Einnahmequelle.
In unseren Aktionen bieten wir unseren Kunden regelmäßig unterschiedliche Heimtextilien oder Bekleidung aus Baumwolle an. Dabei macht Baumwolle rund zwei Drittel der verwendeten Fasern in unseren Textilien aus.

Der Anbau von Baumwolle hat Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Ein ökologisch und sozial verantwortlicher Anbau ist daher für uns von großer Wichtigkeit. In unserer Baumwoll-Einkaufspolitik haben wir unsere Anforderungen an eine nachhaltige Baumwoll-Lieferkette fest definiert. So möchten wir menschwürdige Arbeitsbedingungen und einen umweltschonenden Anbau sicherstellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns klare Ziele gesetzt: Im Jahr 2018 soll der Anteil der in unseren Produkten verarbeiteten nachhaltigen Baumwolle bei mindestens 30 Prozent liegen. Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, streben wir darüber hinaus an, so bald wie möglich 100 Prozent der Baumwolle, die für unsere Bekleidungs- und Heimtextilien eingesetzt wird, aus nachhaltigen Quellen zu beziehen. Dabei handelt es sich um Baumwolle von Fairtrade und zertifizierte Bio-Baumwolle nach „Global Organic Textile Standard“ und „Organic Content Standard“.

Zudem beziehen wir Baumwolle der Initiative „Cotton made in Africa“ und der „Better Cotton Initiative“ und unterstützen damit unmittelbar den nachhaltigen Baumwollanbau. Zusätzlich schließen wir den Einsatz von Baumwolle aus kritischen Ursprungsländern vertraglich aus.


Blumen und Pflanzen

Blumen und Pflanzen machen Freude. Damit unsere Kunden unser Blumen- und Pflanzenangebot bedenkenlos genießen können, beziehen wir ausschließlich Waren, die unseren hohen Ansprüchen gerecht werden. In unserer Einkaufspolitik Blumen und Pflanzen haben wir unsere Anforderungen für die Beschaffung von Schnittblumen- und Pflanzenerzeugnissen fest definiert. Dies umfasst insbesondere die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards sowie die Minimierung des Einsatzes gesundheitsschädlicher Pflanzenschutzmittel beim Anbau. Ziel ist es, mit unseren Anforderungen eine Blumen- und Pflanzenerzeugung zu ermöglichen, die die Umwelt sowie die Gesundheit der Arbeiter schont. 

Auch der Ursprung unserer Blumen soll für unsere Kunden transparenter werden: Dafür werden wir sukzessive für alle ALDI Blumen- und Pflanzenerzeugnisse das seit 2017 geltende GLOBALG.A.P.-Verbraucherlabel für Blumen und Pflanzen einführen. Über das Label lässt sich die Herkunft der Pflanzen unmittelbar zurückverfolgen.


Fisch

In unserer Fisch-Einkaufspolitik setzen wir uns zum Ziel, den Anteil zertifizierter Produkte mit Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang oder Aquakultur kontinuierlich zu steigern und kritische Fangmethoden zu vermeiden. Hierzu tragen wir mit einer nachhaltigen Sortimentsgestaltung bei. Wir legen nicht nur Wert auf eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und eine umfassende Deklaration der Produkte, sondern auch auf eine transparente und kooperative Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten.

Unsere Fisch-Einkaufspolitik betrifft alle Meerestier- und Fischereiprodukte aus den Bereichen Frischfisch, Kühlung, Tiefkühlung und Konserven sowie Produkte mit Fisch- und Meerestierbestandteilen. Bei der Bewertung unseres Fischsortiments berücksichtigen wir die Einschätzungen externer Experten und Nichtregierungsorganisationen. Darüber hinaus beteiligen wir uns am Portal „Fischbestände-Online“, auf dem wissenschaftlich aufbereitete Fachinformationen zu Fischarten, Beständen sowie zu Fanggeräten abrufbar sind.

Mit zwei unterschiedlichen Projekten, dem Fishery Improvement Project in Marokko und unserem Garnelenprojekt in Indien und Costa Rica, setzen wir uns zusätzlich für einen nachhaltigen Fischfang und den Erhalt der Fisch- und Meerestierbestände ein.




Holz

Unsere Holz-Einkaufspolitik definiert das Ziel, dass bis Ende 2020 alle Sortiments- und Aktionsartikel aus Papier, Holz oder Zellulose entweder aus 100 Prozent Recyclingmaterial bestehen oder mit dem FSC®- oder PEFC-Siegel gekennzeichnet sind. Gemeinsam mit unseren Lieferanten wollen wir so einen Beitrag zur Schonung der Wälder leisten.

Einen Großteil der Anforderungen erfüllen wir bereits heute: Das Holz für unsere Papierwaren wie Toilettenpapier sowie Taschen- und Haushaltstücher stammt aus nachhaltig zertifiziertem Anbau oder recyceltem Material. Auch für unsere Werbematerialien wie Handzettel, Preisschilder und Poster sowie bei internem Kopierpapier benutzen wir ausschließlich zertifiziertes oder recyceltes Material.




Kaffee

In unserer Kaffee-Einkaufspolitik formulieren wir das Ziel, die sozialen und ökologischen Bedingungen im Kaffeeanbau zu verbessern. Sie gilt für sämtliche Röstkaffee-Produkte, lösliche Kaffees sowie Cappuccino-Produkte.

Um die Situation der Kaffeebauern weltweit zu verbessern, setzen wir verstärkt auf Nachhaltigkeitssiegel. Um den Anteil nachhaltig zertifizierter sowie verifizierter Kaffees in unserem Sortiment zu erhöhen, haben wir uns wichtige Ziele gesetzt. Bis Ende 2016 sollen über 30 Prozent der Rohkaffeemenge, die wir für unsere Kaffeeprodukte verwenden, nach UTZ, Bio, Fairtrade oder Rainforest Alliance zertifiziert sein. Ein weiteres Ziel ist es, dass bis Ende 2020 50 Prozent des Rohkaffees nach UTZ, Bio, Fairtrade oder Rainforest Alliance zertifiziert sind. Für die nicht-zertifizierten Rohkaffeemengen streben wir – sofern im jeweiligen Ursprung und in der jeweiligen Qualität verfügbar – eine Verifizierung nach dem Verifizierungssystem für nachhaltigen Kaffeeanbau (4C) an.

In Honduras unterstützen wir gemeinsam mit Fairtrade Kooperativen von Kaffeebauern, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bauern und ihrer Familien zu verbessern.

Darüber hinaus müssen unsere Lieferanten und deren Produzenten die „ALDI Sozialstandards in der Produktion“ erfüllen, die auf den Standards der ILO (International Labour Organization) und der UN-Menschenrechtserklärung basieren. Sie enthalten unter anderem Vorgaben zu Löhnen und Arbeitszeiten sowie ein striktes Verbot von Kinder- oder Zwangsarbeit.




Kakao

Kakao zählt zu den wichtigsten natürlichen Rohstoffen unserer Produkte.
Durch unsere Mitgliedschaft im Forum Nachhaltiger Kakao wollen wir zur Verbesserung der Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards im Kakaosektor beitragen. Alle hierfür zentralen Maßnahmen haben wir in unserer Kakao-Einkaufspolitik festgehalten.

Ein wichtiges Ziel ist uns, alle relevanten Produkte auf 100 Prozent nachhaltigen Kakao umzustellen, die den Standards von UTZ der Rainforest Alliance oder von Fairtrade entsprechen. Schon heute sind 100 Prozent unserer Schokoladen- und kakaohaltigen Gebäckartikel sowie unsere entsprechenden Aktionsartikel UTZ- oder Fairtrade-zertifiziert.




Palmöl

Palmöl und Palmkernöl werden aus dem Fruchtfleisch beziehungsweise aus dem Kern der Palmölfrucht gewonnen. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften sind die Öle wichtige Rohstoffe bei der Herstellung von Produkten des täglichen Bedarfs und werden daher bei unterschiedlichen Food- und Non-Food-Artikeln verwendet.
Darüber hinaus ist der Anbau der Palmölfrucht im Vergleich zu anderen ölhaltigen Pflanzen wie Raps, Soja oder Sonnenblumen sehr ergiebig und beansprucht weniger Anbaufläche. Allerdings sind die tropischen Anbaugebiete auch sensible Lebensräume, die durch die weltweit steigende Nachfrage nach Palmöl und Palmkernöl bedroht sind.

ALDI SÜD ist daher ein verantwortungsvoller Handel mit diesen Ölen wichtig, um den Bestand der betroffenen Regenwälder, die Artenvielfalt und die lokale Bevölkerung zu schützen. Aus diesem Grund haben wir für die Hersteller unserer relevanten Eigenmarken Richtlinien in unserer Palmöl-Einkaufspolitik festgehalten. 
Außerdem sind wir seit 2011 Mitglied des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO). An diesem „Runden Tisch“ entwickeln Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Palmölproduzenten, palmölverarbeitende Hersteller sowie Einzelhändler gemeinsame Kriterien für den nachhaltigen Palmölanbau.




Tee

Tee ist nach Wasser das am meisten konsumierte Getränk der Welt. Der Großteil des Tees, vor allem Grün- und Schwarztee, stammt aus asiatischen Ländern wie China, Sri Lanka oder Indien. Rooibos Tee hingegen wird ausschließlich in Südafrika angebaut. Gemeinsam mit Lieferanten und Akteuren vor Ort setzen wir uns dafür ein, die sozialen und ökologischen Bedingungen im Teeanbau zu verbessern. Dafür haben wir in unserer Tee-Einkaufspolitik konkrete Maßnahmen und Ziele formuliert. Diese gelten für Rohwaren sämtlicher Grün-, Weiß-, Schwarz-, Früchte- und Kräutertees sowie für Rooibos Tee.

Um den Anteil nachhaltiger zertifizierter Tees zu erhöhen, sollen bis Ende 2018 sämtliche von uns verwendeten Grün-, Weiß- und Schwarztees nach UTZ, Bio, Fairtrade oder Rainforest Alliance zertifiziert sein, sofern dieser im jeweiligen Ursprung und in der jeweiligen Qualität verfügbar ist. Zusätzlich soll unser gesamter Rooibos Tee bis Ende 2017 nach den Standards einer dieser Organisationen zertifiziert sein. Die Zertifizierung unserer Kräuter- und Früchtetees werden wir kontinuierlich erhöhen: Bis Ende 2018 soll der zertifizierte Anteil mindestens 30 Prozent betragen, bis 2020 mindestens 40 Prozent.

Darüber hinaus sind unsere Lieferanten dazu verpflichtet, die „ALDI Sozialstandards in der Produktion“ zu erfüllen, die auf den Standards der ILO (International Labour Organization) und der UN-Menschenrechtserklärung basieren. Sie enthalten unter anderem Vorgaben zu Löhnen und Arbeitszeiten sowie ein striktes Verbot von Kinder- oder Zwangsarbeit.


Wasser

Wasser ist eines der wichtigsten Lebensmittel, ohne das wir nicht überleben könnten. In Deutschland fließt frisches Trinkwasser jederzeit bei Bedarf aus den Leitungen. In vielen anderen Regionen der Welt ist Wasserknappheit jedoch ein immenses Problem und stellt die Menschen vor Ort vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund ist uns ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Rohstoff Wasser besonders wichtig.

Entlang unserer Lieferketten machen wir uns seit Längerem gemeinsam mit unseren Lieferanten und Partnern für ein verantwortungsvolles Wassermanagement stark. Im Bereich Textilien setzen wir beispielsweise verstärkt auf zertifizierte, nachhaltige Baumwolle, um Wasser bei der Produktion einzusparen. Im Rahmen unseres Detox Commitments verbannen wir zudem kritische Chemikalien aus der gesamten Textilproduktion und tragen damit zum Schutz der Arbeiter sowie der Gewässer in den Produktionsländern bei. 

Insbesondere im Bereich Obst und Gemüse berücksichtigen wir verstärkt seit Mitte September 2018 – neben vielen anderen bereits bestehenden Maßnahmen – relevante Wasserkriterien, um der Verschwendung von Wasser entlang der Lieferkette vorzubeugen. Demzufolge wird beispielsweise bereits bei der landwirtschaftlichen Erzeugung darauf geachtet, dass Wasser bewusst eingesetzt wird und der Umgang damit verantwortlich erfolgt. 

Achtlos weggeworfene Plastikabfälle können zur Belastung von Gewässern mit Mikroplastik beitragen. Im Rahmen unserer Verpackungsmission verfolgen wir ambitionierte Ziele im Bereich Verpackungsreduktion und Recyclingfähigkeit. Durch die Reduktion von Plastikabfällen und die Verbesserung der Kreislaufwirtschaft hinsichtlich einer abfallgerechten Entsorgung und eines materialbezogenen Recyclings möchten wir dazu beitragen, die Verunreinigung unseres Grund- und Trinkwassers durch Mikroplastik zu verringern.