Biologische Vielfalt erhalten

Als Lebensmitteleinzelhändler haben wir in vielen Bereichen unseres Wirtschaftens großen Einfluss auf die Umwelt und somit auch auf die biologische Vielfalt. Das beginnt bei der Auswahl unseres Sortiments, zieht sich durch unsere Betriebsprozesse und endet bei der Gestaltung unserer Unternehmensstandorte. 
Um die Artenvielfalt in Deutschland zu fördern, setzen wir verschiedene Maßnahmen um und legen hierbei den Fokus auf den Schutz von bestäubenden Insekten.

Ausschluss von bienentoxischen Wirkstoffen

Bereits seit 2016 verzichten ALDI SÜD und ALDI Nord als erste große Lebensmitteleinzelhändler auf acht bienengefährdende Pflanzenschutzmittel – sogenannte Neonicotinoide – und schließen deren aktive Spritzanwendung beim Anbau von Obst, Gemüse, Kartoffeln und Blumen aus Deutschland aus. Dafür wurde gemeinsam mit verschiedenen Vertretern von Erzeugern, Verbänden und Vereinen, Pflanzenschutzberatern und -ämtern sowie Prüflaboren ein praktikabler Lösungsansatz erarbeitet, mit dem alle Parteien sowohl dem Bienenschutz als auch den landwirtschaftlichen Bedürfnissen Rechnung tragen können.

Insektenfreundliche Aktionsartikel

Wir führen als erster Lebensmitteleinzelhändler Insektenschutzmittel, die mit dem Label „Insect Respect“ ausgelobt sind. Für diese Artikel stellt die Initiative sicher, dass der Insektenverlust durch einen neuen insektenfreundlichen Lebensraum kompensiert wird. 
Zudem bieten wir keine Non-Food-Aktionsartikel an, die bienengefährdende Wirkstoffe beinhalten.

Reduzierung von Glyphosat

2017 haben wir unsere Lieferanten dazu aufgefordert, die Glyphosatgehalte in den an uns gelieferten Eigenmarken sukzessive zu reduzieren. Dafür haben wir für unsere Lieferanten Orientierungswerte definiert, die zum Teil bei gerade einmal zehn Prozent der aktuell zugelassenen Grenzwerte liegen. Eine erste Auswertung hat gezeigt, dass in bereits 95 Prozent der untersuchten Produkte die geforderten Werte eingehalten werden konnten. Damit gehen wir als erster Discounter in Deutschland über die gesetzlichen Vorgaben zu den Rückstandsgehalten von Glyphosat hinaus.

Lebensraum schaffen: Projekte mit dem Netzwerk Blühende Landschaft (NBL)

In Kooperation mit dem Netzwerk Blühende Landschaft (NBL) schaffen wir mehr als 250.000 Quadratmeter Lebensraum für Bienen und andere blütenbestäubende Insekten. Dafür fördern wir zwei Projekte.


BienenBlütenReich

Das Projekt BienenBlütenReich wurde bereits im Frühjahr 2016 von dem Netzwerk Blühende Landschaft gestartet. Damit sollen bundesweit sowohl bei landwirtschaftlichen Betrieben als auch im öffentlichen Raum wertvolle Lebensräume für Blütenbesucher entstehen. ALDI SÜD fördert seit 2018 die Anlage von 250.000 Quadratmetern Blühfläche im ALDI SÜD Vertriebsgebiet.


Blüte-Biene-Nützling

Bei dem Projekt Blüte-Biene-Nützling werden Nützlingsstreifen direkt auf der landwirtschaftlichen Anbaufläche angelegt. Durch die Auswahl der Blühmischungen werden gezielt Insekten (Nützlinge) angelockt, da sich hier neuer Lebensraum für sie bietet. Die Nützlinge ernähren sich von Schädlingen, die sich im Feld befinden. Das Ziel ist eine „natürliche“ Bekämpfung der Schädlinge, damit weniger Pestizide eingesetzt werden müssen. Dieses Projekt wird seit 2018 gemeinsam mit Erzeugern und Lieferanten von ALDI SÜD durchgeführt.

Bienenfreundliche Gestaltung unserer Standorte

In unseren Regionalgesellschaften sowie an unseren über 1800 Filialen  prüfen wir, wie wir unsere Standorte bienenfreundlich gestalten können. Wir nutzen Grünflächen und schaffen damit Nahrung und Nistplätze für Wildbienen und andere blütenbestäubende Insekten. Rund 300.000 Quadratmeter Lebensraum sind bereits durch die Begrünung von Dächern der ALDI SÜD Logistikzentren und einiger Filialdächer entstanden.
Weitere 180.000 Quadratmeter Blühfläche entstehen in den 30 Regionalgesellschaften. 

An einigen Unternehmensstandorten werden zusätzlich Bienenstöcke aufgestellt, die von Imkern oder unseren Mitarbeitern betreut werden.
Mit Unterstützung des Mülheimer Imkervereins haben wir am Verwaltungsstandort in Mülheim Styrum zwei Honigbienenvölker angesiedelt und pflanzen insektenfreundliche Blühflächen und Bäume.