Wir handeln klimaneutral

Wetterextreme, wie Überflutungen oder Hitzewellen, zeigen uns immer wieder, wie verletzlich unsere Erde ist. Der Klimawandel sorgt dafür, dass diese Ereignisse immer häufiger auftreten. Wir haben bereits frühzeitig erkannt, dass auch wir als Unternehmen zum Klimaschutz beitragen müssen. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt ist daher ein wichtiger Aspekt unseres täglichen Handelns sowie ein wesentlicher Bestandteil unserer Corporate Responsibility Grundsätze.

2015 haben wir uns dem Klimaabkommen von Paris angeschlossen. Zusammen mit anderen führenden Unternehmen wollen wir dazu beitragen, die globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Bereits seit mehreren Jahren verbessern wir unsere Betriebsprozesse und entwickeln unsere Filialen und Logistikzentren weiter – mit dem Ziel, Umweltbelastungen möglichst zu vermeiden und unseren CO2-Ausstoß kontinuierlich zu reduzieren.
Zusätzlich kompensieren wir als weiteren Schritt zum Schutz unseres Klimas sämtliche nicht vermeidbaren Emissionen unseres CO2-Fußabdrucks. Damit handeln alle ALDI SÜD Standorte in Deutschland seit dem 1. Januar 2017 klimaneutral. Unsere Klimaschutzpolitik dient uns und unseren Geschäftspartnern dabei als Richtlinie für eine energieeffiziente und möglichst emissionsarme Wirtschaftsweise.

Auch über unser tägliches Handeln hinaus wollen wir uns für den Klimaschutz einsetzen und dafür auch andere Menschen involvieren – denn je mehr sich engagieren, desto größer ist die Wirkung. Wir haben daher im Rahmen eines unserer CR-Highlights unsere Mitarbeiter und Kunden dazu aufgefordert, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen und unseren virtuellen Wald zu bepflanzen.
Nach unserer Aktion im November 2016 soll der virtuelle Wald im Frühjahr 2017 Wirklichkeit werden: Dazu werden wir einen realen Wald mit 12.800 Bäumen entstehen lassen – bei Lindlar mitten in Nordrhein-Westfalen.

Investieren und optimieren: unsere Maßnahmen für mehr Energieeffizienz

Um klimaneutral zu handeln, verfolgen wir einen dreistufigen Prozess mit unterschiedlichen Maßnahmen. In einem ersten Schritt optimieren wir unsere Betriebsabläufe und setzen in allen Bereichen auf modernste Technik. Für unsere Kälteanlagen nutzen wir beispielsweise natürliche, klimaverträgliche Kältemittel. In unseren Filialen und Logistikzentren verbessern wir kontinuierlich die Energieeffizienz, um klimaschädliches CO2 weitgehend zu vermeiden. Bei unserer LKW-Flotte setzen wir auf modernste Motorentechnik und eine optimale Streckenplanung. So können wir unsere Kapazitäten voll ausnutzen und unsere Transportwege so gering wie möglich halten.

Klimafreundlichen Strom produzieren und nutzen

In einem zweiten Schritt erzeugen wir mit unseren Fotovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Filialen und Logistikzentren aus Solarenergie klimafreundlichen Strom. Während der Sonnenstunden versorgen wir damit über 1000 Filialen. Den verbleibenden Strombedarf werden wir ab 2017 ausschließlich mit Grünstrom aus Deutschland, Österreich und der Schweiz decken, der klimaschonend aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.

Wir möchten auch unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, sich aktiv zu beteiligen und etwas für die Umwelt zu tun. Dafür bieten wir von November 2016 bis Januar 2017 Grünstrom aus der Schweiz an, der zu 100 Prozent klimafreundlich aus Wasserkraft gewonnen wird.

Unterstützung von Klimaschutzprojekten

Mit den oben genannten Maßnahmen möchten wir unseren CO2-Ausstoß so weit wie möglich verringern. Uns ist jedoch bewusst, dass uns das nicht sofort in allen Bereichen gelingen wird. Daher kompensieren wir in einem dritten Schritt nicht vermeidbare CO2-Emissionen, indem wir mit unserem Partner PRIMAKLIMA zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützen. Sie tragen nachweislich dazu bei, Treibhausgas-Emissionen durch die Aufforstung von Wäldern aus der Atmosphäre zu binden und so langfristig den Klimaschutz zu fördern.

Wichtig ist uns dabei zudem, durch unsere Hilfe die Artenvielfalt in den Wäldern zu erhöhen und einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht zu leisten. Zusätzlich sollen die Menschen vor Ort mit in die Projekte eingebunden werden, sodass sie aus eigener Kraft ihre Lebensbedingungen verbessern und von der Stärkung der lokalen Wirtschaft profitieren können.


Klimaschutzprojekt in Bolivien

Bolivien

Eines der Klimaschutzprojekte, die wir zusammen mit dem Verein PRIMAKLIMA unterstützen, liegt in der Region Cochabamba in Bolivien. Vor Ort wird der Bevölkerung dabei geholfen, ehemals für den Ackerbau gerodete Waldflächen aufzuforsten. Zusätzlich erlernen die Menschen neue landwirtschaftliche Techniken, durch die sie einen höheren und nachhaltigeren Ernteertrag erzielen können, sodass weitere Rodungen verhindert werden.

Langfristig soll so dazu beigetragen werden, dass sich in der Region sowohl die ökologischen als auch die sozialen Bedingungen verbessern. Das Projekt ist nach dem Gold Standard zertifiziert.


Klimaschutzprojekt in Uganda

Uganda

In Uganda unterstützen wir zusammen mit dem Verein PRIMAKLIMA ein Projekt zur Wiederaufforstung degradierter Waldflächen im Kibale Nationalpark. Ziel des Projekts ist es, das unersetzliche Ökosystem und die besonders hohe Artenvielfalt in diesem Gebiet zu schützen.

Die Bevölkerung vor Ort ist aktiv an dem Erhalt ihres Regenwaldes beteiligt. Dafür erlernen die Menschen spezielle forstwirtschaftliche Kenntnisse. Zusätzlich werden durch neue Arbeitsmöglichkeiten, die dem Schutz des Waldgebiets dienen, die Lebensbedingungen der Menschen verbessert. Das Projekt ist nach dem Verified Carbon Standard (VCS) und dem Climate, Community and Biodiversity Standard (CCBS gold level) zertifiziert.

Maßnahmen in der Lieferkette

Aufgrund unseres Geschäftsmodells ist der Anteil von Emissionen, die entlang unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten verursacht werden, voraussichtlich deutlich höher als der unserer eigenen Betriebsprozesse. Die Erfassung und Einsparung dieser Emissionen stellt aber gleizeichtig auch die größte Herausforderung dar – denn diese Emissionen entstehen nicht in unserem unmittelbaren Verantwortungsbereich und sind dadurch schwerer beeinflussbar.

Welche Maßnahmen wir in diesen Bereichen, wie beispielsweise in der Logistik und bei unseren Produktangeboten, eingeleitet haben, erfahren Sie in unserer Klimaschutzpolitik.