Wir handeln klimaneutral

Wetterauswirkungen wie Überflutungen oder Hitzewellen zeigen uns immer wieder, wie verletzlich unsere Erde ist. Der Klimawandel sorgt dafür, dass diese Ereignisse immer häufiger auftreten. Wir haben bereits frühzeitig erkannt, dass wir als Unternehmen zum Klimaschutz beitragen müssen. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt ist daher ein wichtiger Aspekt unseres täglichen Handelns sowie ein wesentlicher Bestandteil unserer Corporate Responsibility Grundsätze.

2015 haben wir uns dem Klimaabkommen von Paris angeschlossen. Zusammen mit anderen führenden Unternehmen wollen wir dazu beitragen, die globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Bereits seit mehreren Jahren verbessern wir unsere Betriebsprozesse und entwickeln unsere Filialen und Logistikzentren weiter – mit dem Ziel, Umweltbelastungen möglichst zu vermeiden und unseren CO2-Ausstoß kontinuierlich zu reduzieren.

Zudem produzieren wir mit eigenen Fotovoltaikanlagen klimafreundlichen Grünstrom und nutzen diesen zu einem großen Teil selbst. Darüber hinaus kompensieren wir als weiteren Schritt zum Schutz unseres Klimas sämtliche nicht vermeidbaren Emissionen unseres CO2-Fußabdrucks. Damit handeln alle ALDI SÜD Standorte in Deutschland seit dem 1. Januar 2017 klimaneutral. Unsere Klimaschutzpolitik dient uns und unseren Geschäftspartnern als Richtlinie für eine energieeffiziente und möglichst emissionsarme Wirtschaftsweise.

Investieren und optimieren: unsere Maßnahmen für mehr Energieeffizienz

Um klimaneutral zu handeln, verfolgen wir einen dreistufigen Prozess mit unterschiedlichen Maßnahmen. In einem ersten Schritt optimieren wir unsere Betriebsabläufe und setzen in allen Bereichen auf modernste Technik. Für unsere Kälteanlagen nutzen wir beispielsweise natürliche, klimaverträgliche Kältemittel. In unseren Filialen und Logistikzentren verbessern wir kontinuierlich die Energieeffizienz, um klimaschädliches CO2 weitgehend zu vermeiden. Bei unserer LKW-Flotte setzen wir auf modernste Motorentechnik und eine optimale Streckenplanung. So können wir unsere Kapazitäten voll ausnutzen und unsere Transportwege so gering wie möglich halten.

Klimafreundlichen Strom produzieren und nutzen

In einem zweiten Schritt erzeugen wir mit unseren Fotovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Filialen und Logistikzentren aus Solarenergie klimafreundlichen Strom. Während der Sonnenstunden versorgen wir damit über 1300 Filialen. Den verbleibenden Strombedarf decken wir seit 2017 ausschließlich mit Grünstrom aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, der klimaschonend aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Seit November 2018 gibt es die Möglichkeit, im ALDI SÜD Gebiet (deutsches Gasnetz) ALDI Ökogas – zertifiziert nach höchstem Qualitätsstandard, dem „Gold Standard” – zu beziehen.

Wir möchten auch unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen und etwas für die Umwelt zu tun. Dafür können Sie für Ihr eigenes zu Hause Grünstrom aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beziehen, der zu 100 Prozent klimafreundlich aus Wasserkraft gewonnen wird. Alternativ können unsere Kunden über uns Ökogas beziehen, welches nach höchstem Qualitätsstandard, dem „Gold Standard” zertifiziert ist.

Unterstützung von Klimaschutzprojekten

Mit den oben genannten Maßnahmen möchten wir unseren CO2-Ausstoß so weit wie möglich verringern. Uns ist jedoch bewusst, dass uns das nicht sofort in allen Bereichen gelingen wird. Daher kompensieren wir in einem dritten Schritt derzeit nicht vermeidbare CO2-Emissionen, indem wir zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützen.

In Kooperation mit ClimatePartner fördern wir Kompensationsprojekte in Kambodscha und Uganda, die mit dem höchsten Standard, dem Gold-Standard, zertifiziert sind. Bei beiden Projekten steht die Wasserversorgung für die Menschen vor Ort im Fokus; denn der Zugang zu sauberem Wasser ist in beiden Ländern keine Selbstverständlichkeit. Das Wasser muss abgekocht werden, um es trinken oder zum Kochen nutzen zu können. Dies geschieht bei offener Flamme mit Holz oder Kohle, wobei neben giftigem Rauch eine Vielzahl an Treibhausgasen entsteht. Zudem werden für das Feuerholz zunehmend Flächen entwaldet. 

Mit unserer Partnerschaft verfolgen wir das Ziel, den Menschen vor Ort den Zugang zu sauberem Wasser zu erleichtern, ihre Gesundheitssituation zu verbessern und durch einen geringeren CO2-Ausstoß das Klima zu schonen. Wichtig ist uns dabei, die Menschen vor Ort mit in die Projekte einzubinden, sodass sie aus eigener Kraft ihre Lebensbedingungen verbessern können.


Kambodscha

In Kambodscha wollen wir vor allem die Trinkwasserversorgung der Menschen verbessern, die in ländlichen Teilen des Landes leben. Es werden subventionierte Keramik-Wasserfilter-Systeme verkauft, mit denen auf einfache Weise sauberes Wasser gewonnen werden kann. Das Abkochen von Wasser ist somit nicht mehr erforderlich, was sich sowohl auf das Klima als auch auf die Menschen positiv auswirkt: CO2-Emissionen werden vermieden, der Verbrauch von Brennholz reduziert und eine bessere Luftqualität erzeugt. 

Zudem werden Arbeitsplätze für die Herstellung und den Verkauf der Systeme geschaffen. Mehr als 39.000 Haushalte verfügen bereits über diesen Wasserfilter und können damit ihre Lebens- und Gesundheitssituation verbessern.


Uganda

In Uganda unterstützen wir die Menschen vor Ort mit Wasseranlagen und der Instandhaltung von Bohrlöchern, über die sie sauberes Grundwasser erhalten. Dank der Anlagen ist das Abkochen des Wassers nicht mehr nötig, wodurch der Verbrauch von Feuerholz reduziert und die Luftqualität verbessert wird. Die Instandhaltung der Anlagen schafft Arbeitsplätze und unterstützt dabei, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. 

Zusätzlich werden effiziente Kochöfen bereitgestellt, die ebenfalls weniger Feuerholz verbrauchen und einen geringeren CO2-Ausstoß verursachen als herkömmliche Kochmethoden. Durch das Projekt konnte bereits 3.400 Familien der Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht werden. 

Zuvor haben wir von Januar 2017 bis Ende 2018 Aufforstungsprojekte der Klimaschutzorganisation PRIMAKLIMA in Uganda und Bolivien unterstützt. Durch die Aufforstung von Wäldern wurden Treibhausgas-Emissionen aus der Atmosphäre gebunden und so langfristig der Klimaschutz gefördert. Zudem war es uns innerhalb der Partnerschaft wichtig, durch unsere Hilfe die Artenvielfalt in den Wäldern zu erhöhen und einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht zu leisten.

Kundenaktion zur Förderung des Klimaschutzes

Auch über unsere Maßnahmen hinausgehend, die wir zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks unseres Unternehmens umgesetzt haben, wollen wir Kunden und Mitarbeiter für das Thema Klimaschutz sensibilisieren – denn je mehr sich engagieren, desto größer ist die Wirkung. Daher haben wir im Jahr 2016 sowie in diesem Jahr CR-Highlights gestartet, bei denen wir unsere Kunden und Mitarbeiter aktiv dazu auffordern, uns beim Klimaschutz zu unterstützen.


Im Rahmen unseres CR-Highlights „Klimaneutralität“ im November 2016 konnten wir zusammen mit unseren Kunden und Mitarbeitern bereits einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Mitten in Nordrhein-Westfalen haben wir einen Wald mit 12.800 Bäumen aufgeforstet. An der Aktion beteiligt waren zahlreiche Mitarbeiter aus der Regionalgesellschaft Sankt Augustin, die mit ihrer Hilfe ebenfalls Gutes tun und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollten. Sie tauschten einen Nachmittag lang den Schreibtisch gegen Spaten und Gießkanne ein und pflanzten Bäume für den entstehenden Eichenmischwald. 


Nach unserer Baumpflanzaktion haben wir unsere Kunden und Mitarbeiter im Mai 2017 erneut aufgerufen, sich zusammen mit uns am Klimaschutz zu beteiligen: Auf unserer Onlineplattform konnten sie Bauteile sammeln und damit in unserem virtuellen Wald ein grünes Kraftwerk, ein Wind- oder ein Wasserrad entstehen lassen. Für das virtuelle Bauen von bis zu 25.000 Anlagen spenden wir an die Klimaschutzorganisation atmosfair. Die Spende wird für zwei soziale Klimaschutzprojekte verwendet.

Das erste Projekt fördert Klimaunterricht an deutschen Schulen, um Kindern bereits früh zu vermitteln, wie wichtig Klimaschutz ist und wie sie selbst etwas dazu beitragen können. Im Rahmen des zweiten Projekts werden zwei Schulen in Äthiopien mit Solarsystemen ausgestattet. So erhalten die Schulen eine sichere und erneuerbare Stromversorgung und damit beispielsweise Licht in den Abendstunden und die Möglichkeit, Mediengeräte zu nutzen.

Maßnahmen in der Lieferkette

Aufgrund unseres Geschäftsmodells ist der Anteil von Emissionen, die entlang unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten verursacht werden, voraussichtlich deutlich höher als der unserer eigenen Betriebsprozesse. Die Erfassung und Einsparung dieser Emissionen stellt aber gleizeichtig auch die größte Herausforderung dar – denn diese Emissionen entstehen nicht in unserem unmittelbaren Verantwortungsbereich und sind dadurch schwerer beeinflussbar.

Welche Maßnahmen wir in diesen Bereichen, wie beispielsweise in der Logistik und bei unseren Produktangeboten, eingeleitet haben, erfahren Sie in unserer Klimaschutzpolitik.