Die ALDI Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln.

Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte hat für uns höchste Priorität. Produktverpackungen sorgen dafür, dass unsere Lebensmittel vor äußeren Einflüssen geschützt werden, ihre Qualität erhalten bleibt und Lebensmittelverluste vermieden werden. Je nach Produkt und dessen jeweiligen Ansprüchen werden verschiedene Materialien wie beispielsweise Karton, Plastik oder Verbundmaterialien eingesetzt. Gleichzeitig stellen Verpackungen jedoch eine große Herausforderung für die Umwelt dar. Deswegen setzen wir uns bereits seit vielen Jahren überall im Unternehmen dafür ein, Verpackung zu vermeiden, wiederzuverwenden und zu recyceln.

Was wir bisher erreicht haben

Wir verfolgen ein klares Prinzip im Umgang mit Verpackungen: Wir prüfen fortlaufend, wie viel Verpackung bei unseren Produkten notwendig ist. Wo immer es möglich ist, reduzieren oder vermeiden wir sie. Dazu haben wir ein Bewertungssystem entwickelt, mithilfe dessen wir Verpackungen hinsichtlich wesentlicher Nachhaltigkeitskriterien untersuchen und optimieren. Darüber hinaus konnten wir in den vergangenen Jahren bereits viel erreichen:

  • In den letzten fünf Jahren haben wir die Gesamtmenge an Verkaufsverpackungen unserer Eigenmarken um mehr als zehn Prozent reduziert (im Verhältnis zum Umsatz). 
  • Wir verwenden seit 2010 Mehrwegtransportkisten im Bereich Obst und Gemüse. So konnten wir allein im Jahr 2017 über 30.000 Tonnen Kartonagen vermeiden und somit mehr als 24.000 Tonnen CO2-Äquivalente einsparen.
  • Die Recyclingrate für das in unseren Filialen und Logistikzentren anfallenden Papier, Pappe, Kartonage und Kunststofffolien beträgt seit 2014 nahezu 100 Prozent.
  • Die Verpackungen vieler unserer Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel mit dem Ecolabel bestehen bereits zu 100 Prozent aus recycelten Kunststoffen. Das spart jährlich mehr als 100 Tonnen Primärkunststoff ein. 

Unsere Offensive gegen Verpackungsabfall

Mit dem Projekt „Die ALDI Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln“ gehen wir das Thema Verpackungen seit dem Jahr 2018 auf den ersten drei Ebenen der Abfallhierarchie noch ganzheitlicher und strategischer an. Folgende ambitionierte Ziele haben wir uns für unsere Eigenmarken-Produkte gesetzt:

  • Wir reduzieren die Verpackungsmenge bei Eigenmarken um 30 Prozent bis 2025 (im Vergleich zum Basisjahr 2015; gemessen am Verhältnis des Materialgewichtes zum Umsatz).
  • Darüber hinaus werden wir die Auswahl an unverpackten Obst und Gemüse in den nächsten Jahren stetig ausweiten.
  • Bis 2022 sind 100 Prozent der Verpackungen unseres Standardsortiments recyclingfähig.
  • Seit 2019 werden 100 Prozent unserer Eigenmarken-Verpackungen nach einem externen Schema bewertet, um diese hinsichtlich wesentlicher Nachhaltigkeitskriterien zu optimieren.
  • Seit Ende 2018 haben wir alle Einwegplastiktüten ausgelistet. 

Unsere aktuellen Tests und Maßnahmen

Das Thema Verpackungen ist in vielen Bereichen eines Unternehmens präsent. Entsprechend vielfältig ist unser Engagement. Manches ist dabei für den Außenstehenden offensichtlich – wie etwa das Verschwinden unserer Kunststoff-Einwegtüten an den Kassen. Anderes wirkt eher im Verborgenen – ist aber mitunter dennoch äußerst wirkungsvoll. 


Weniger Verpackungen bei Obst & Gemüse

  • In allen Filialen bieten wir unseren Kunden loses Obst und Gemüse als Wiegewaren an. Die Auswahl an unverpackten Produkten erweitern wir fortlaufend: Seit 2016 konnten wir den Anteil nahezu verdoppeln und somit dabei unterstützen, dass nach dem Kauf weniger Verpackungsabfall anfällt.
  • Wir testen im Bereich Bio-Obst und -Gemüse das so genannte "Natural Branding". In einem Laserverfahren wird dabei auf der Schale der Produkte, wie bei der Bio-Gurke, dem Bio-Ingwer, der Bio-Avocado und dem Bio-Kürbis, eine Kennzeichnung aufgebracht, die unseren Kunden erkenntlich macht, dass es sich um ein Produkt in Bio-Qualität handelt. Durch dieses Verfahren findet der Kunde alle relevanten Informationen direkt auf dem Produkt und es ist keine zusätzliche Umverpackung erforderlich.
  • Die bisherige Plastikumverpackung bei Bio-Fairtrade-Bananen haben wir durch eine Banderole ersetzt, womit wir jährlich über 260 Tonnen Kunststoff einsparen können. 

Materialeinsparungen für schlankere und nachhaltigere Verpackungen

  • Bei unserem Olivenöl und dem Bio-Olivenöl nutzen wir leichtere Gefäße, für die weniger Glas benötigt wird. 
  • Bei unseren Getränkeflaschen konnten wir den Plastikeinsatz in den letzten zehn Jahren stark reduzieren. So wurden beispielsweise die Verschlusskappen der Flaschen kleiner.
  • Bei den Kunststoffverpackungen verringern wir sukzessive den Materialeinsatz. Bei diversen Wurstverpackungen und bei den Verschlusskappen verschiedener Flaschen wurde das Materialgewicht reduziert. Für unsere Bettwäsche haben wir beispielsweise die Stärke der Kunststoffverpackung verringert, um Material einzusparen. Durch diese Umstellungen können wir den Kunststoffanteil teilweise um mehr als 25 Prozent reduzieren.
  • Bei unseren Tiefkühl-Fischprodukten wird bereits heute zum Teil die Aluminiumschale durch eine hitzebeständige Pappvariante in den Verpackungen ersetzt. Aufgrund der besseren Umweltbilanz der Pappschale im Gegensatz zu der im Recycling energieintensiven Aluminiumvariante werden wir diese bis Anfang 2019 komplett umstellen. 

Umstellung von Einwegplastik-Artikeln

  • Wattestäbchen mit Plastikschaft wurden sukzessive durch die umweltfreundlichere Variante aus FSC-Papier ersetzt. 
  • Seit 2019 bieten wir kein Einweg-Plastikgeschirr und keine Plastikstrohalme mehr an und prüfen eine Umstellung auf kunststofffreie Materialien. 

    Mehrwegtragetasche statt Wegwerftüte

    • Wir wollen unsere Kunden dazu anregen, auf Einwegtüten zu verzichten und Mehrwegtragetaschen zu nutzen, die sie mehrfach verwenden können. Wir bieten daher zukünftig bei unseren Tragetaschen keine Einwegplastiktüten mehr an. 
      Unser Angebot umfasst Mehrwegtaschen für jeden Geschmack – von der Allzwecktragetasche aus Recyclingmaterial über die Color-Einkaufstasche bis hin zur Tragetasche aus Fairtrade-Baumwolle. Besonders umweltfreundlich ist die Mehrwegtragetasche mit dem Zertifikat Blauer Engel, die in Deutschland hergestellt wird und aus über 80 Prozent Recycling-Material gefertigt ist. 
    • Für den Obst- und Gemüsebereich planen wir derzeit zwei Tests, bei denen wir eine Papiertüte und ein Mehrwegnetz als Alternativen zu dem Kunststoff-Knotenbeutel anbieten wollen. 

      Anreizsystem für Mehrwegbecher

      Viele unserer Filialen sind mit einem Kaffeeautomaten ausgestattet, der den Einsatz von Mehrwegbechern ermöglicht. Wir möchten so den Abfall durch Coffee-to-go-Becher reduzieren und die Nutzung von Mehrweg-Varianten fördern. Wer seinen eigenen Becher mitbringt, wird zusätzlich mit mehr Inhalt belohnt (ausgenommen sind Espresso-Getränke). Dafür bieten wir auch immer wieder passende Mehrwegbecher, zum Beispiel aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen oder Aluminium, an. 

      Langlebige Mehrwegkisten

      Für den Transport von Obst und Gemüse verwenden wir Mehrwegtransportkisten. Die robusten Kisten sind für den Transport zusammenfaltbar und können viele Male verwendet werden. Defekte Kisten werden gesammelt und repariert. Das Material aussortierter Kisten wird recycelt und für die Produktion neuer Mehrwegtransportkisten verwendet. So haben wir seit 2010 über 400 Millionen Kartonagen eingespart, die sonst nach einmaliger Verwendung hätten entsorgt werden müssen. 

      Gleichzeitig spart die Mehrwegvariante gegenüber der Kartonage circa 0,4 kg CO2-Äquivalent je Transportumlauf ein. Der Umweltnutzen der Mehrwegtransportverpackungen gegenüber Kartonagen wurde in einer Ökobilanzstudie des renommierten Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT untersucht und bestätigt.


      Aus Altem Neues schaffen

      • Bei unseren Verpackungen achten wir auf deren Recyclingfähigkeit und den Rezyklateinsatz und wählen – soweit möglich – Verpackungen mit einem hohen Anteil an wiederverwertbaren Materialien. Das trägt zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bei, indem aus recycelten Verpackungsmaterialien neue erzeugt werden können.
      • Viele unserer Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel mit dem Eco-Label, zum Beispiel Flüssigwaschmittel, WC-Reiniger und Spülmittel, verkaufen wir bereits in Verpackungen, die zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen. Damit sparen wir jährlich mehr als 100 Tonnen an Primärkunststoff ein.
      • Die Plastikschalen, in denen wir Nektarinen und Pfirsiche anbieten, bestehen bereits zum Teil aus recyceltem Kunststoff. 
      • Darüber hinaus werden wir den Einsatz von Rezyklaten in den Flaschen unserer Mayonnaise, Remoulade und Ketchups sowie in den Dosierspendern für unseren Honig testen.

      Neues Leben für leere Flaschen

      Wir nehmen sämtliche PET-Einwegpfandflaschen an unseren Pfandautomaten zurück. So werden nahezu 100 Prozent der zurückgegebenen Flaschen wiederverwertet.  

      Unsere Getränkeflaschen sind besonders gut für die Herstellung hochwertiger PET-Rezyklate für neue Flaschen geeignet, da sie transparent sind. Darüber hinaus können die recycelten PET-Materialien auch in andere Anwendungen fließen. 


      Abfall als Rohstoff für die Kreislaufwirtschaft

      Anfallende Verpackungsabfälle in unseren Filialen, wie zum Beispiel Umkartons, führen wir dem Recycling zu – denn Abfall ist für uns kein Müll, sondern ein wertvoller Rohstoff. 

      • In den Filialen und Logistikzentren betrug die Recyclingrate im Jahr 2017 bei angefallenem Papier, Pappe und Kartonagen sowie Kunststofffolie nahezu 100 Prozent. 
      • Um die Qualität entsorgter Abfälle für die spätere Verwertung zu optimieren, zeichnen wir schrittweise unsere Produktverpackungen mit Trennhinweisen aus. Damit möchten wir erreichen, dass unsere Kunden die unterschiedlichen Verpackungsbestandteile noch leichter  der richtigen Abfalltonne zuordnen können.

      Unsere Projekte zum nachhaltigen Umgang mit Plastik

      Im Rahmen unserer Verpackungsmission verbessern wir nicht nur unsere eigene Umweltbilanz, indem wir Verpackungsmaterial reduzieren beziehungsweise dieses nachhaltiger gestalten. Wir unterstützen zusätzlich gemeinnützige Organisationen, die sich für den Klima- und Umweltschutz einsetzen – mit dem Ziel, gesamtgesellschaftlich einen nachhaltigen Umgang mit Plastik zu fördern. 


      Wir konzentrieren uns nicht nur darauf, was wir durch unternehmenseigene Veränderungen bewirken können. Im Rahmen der Partnerschaft von ALDI mit dem Startup Accelerator Programm TechFounders fördern wir zusätzlich Jungunternehmer, die sich mit innovativen Maßnahmen für Verpackungen und Plastikreduktion beschäftigen.

      Ziel unserer Zusammenarbeit mit ausgewählten Startups ist es, nachhaltigere Lösungen für die Prozesse und Materialien im Bereich Verpackungen voranzutreiben. Mit der finanziellen und fachlichen Förderung stehen wir den ausgewählten Startups als Impulsgeber und Mentor zur Seite. Wir wollen auf wichtige Problemfelder innerhalb des Handels aufmerksam machen und aktiv an nachhaltigeren Maßnahmen mitwirken. Denn auch wir sind auf innovative Lösungen angewiesen, um unser Handeln weiter zu optimieren und uns für die Zukunft gut aufstellen zu können. Dank neuartiger Konzepte wollen wir die Umwelt durch weniger Verpackungsabfall und belastende Stoffe schonen und das Wiederverwenden von Materialien fördern. 


      Gemeinsam mit der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation atmosfair fördern ALDI Nord und ALDI SÜD Bildungsprojekte an deutschen Grundschulen und weiterführenden Schulen. Zu den Projekten gehören die von der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. konzipierten Unterrichtsmodule „Mein CO2-Fußabdruck“ und „Ernährung und Klima“ sowie die „Germanwatch Klimaexpedition“ für die Klassenstufen vier bis 13. 

      Die Deutsche Umwelt-Aktion e.V. vermittelt Kindern und Jugendlichen auf spielerische und leichte Weise, wie wichtig der nachhaltige Umgang mit der Umwelt ist. Auch die eigene Verantwortung steht im Fokus: Die Kinder sollen erlernen, wie sie einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Umwelt positiv beeinflussen können.

      Auch die „Germanwatch Klimaexpedition“ verfolgt das Ziel, bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für ökologisches Handeln zu schaffen. Dafür verdeutlicht sie die zunehmenden Folgen des Klimawandels und diskutiert mit den Kindern und Jugendlichen konkrete Möglichkeiten, den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland voranzutreiben.